Zu Hause in der Psychiatrie – das kommt davon. Der zweite Band des Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« von Joachim Meyerhoff, ein brüllend komischer und tieftrauriger Familienroman.
Ist das normal? Zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in Joachim Meyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr. Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbys, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Glücklich ist er, wenn er auf den Schultern eines glockenschwingenden, riesenhaften Insassen übers Anstaltsgelände reitet.
Joachim Meyerhoff erzählt liebevoll und komisch von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort, die aneinander hängt, aber auseinandergerissen wird. Und von einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz zum 40. Geburtstag, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?
Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten produziert.
Pressestimmen
»Gleichermaßen spannend und lustig wie traurig und tiefgründig [...].« ― moz.de Published On: 2015-05-11
»Irrsinnig komisch und tief berührend sind Meyerhoffs autobiographisch inspirierte Kindheitserlebnisse.« ― Journal Published On: 2015-05-01
»Wer Joachim Meyerhoff liest, lacht Tränen und ist zugleich erschüttert.« ― Augsburger Allgemeine Published On: 2014-11-04
»Meyerhoffs Roman ist ein wunderbares Vaterbuch, zärtlich, komisch und am Ende untröstlich traurig.« -- Martin Halter ― FAZ Published On: 2013-08-16
»Dass Meyerhoff neben komischen und tragischen auch [...] traurige Geschichten zu erzählen hat, zeigt, dass es ihm nicht nur um Effekt, sondern auch um Wahrhaftigkeit geht.« ― Der Spiegel Published On: 2013-04-15
»Der großartige Schauspieler Joachim Meyerhoff ist auch ein großartiger Autor [...]. Sein Roman ist ebenso komisch, wie berührend. […] Ein kleines Meisterwerk!« ― stern Published On: 2013-04-04
»Joachim Meyerhoff besitzt eine geniale Doppelbegabung: In seinem neuen Roman schreibt er hemmungslos unterhaltsam von der Sorgloszeit der BRD, zugleich mit großem Ernst und Klarheit.« ― zeit.de Published On: 2013-02-14
»Durch seinen ironischen Plauderton und sein Talent für lustige Ausschmückungen gelingt es [Meyerhoff] immer wieder, seine letztlich gewöhnlichen Kindheitserlebnisse zur Operette umzuschreiben.« ― Süddeutsche Zeitung Published On: 2013-02-13
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, war vierzehn Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 2019 ist Joachim Meyerhoff Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.
Description:
Zu Hause in der Psychiatrie – das kommt davon. Der zweite Band des Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« von Joachim Meyerhoff, ein brüllend komischer und tieftrauriger Familienroman.
Ist das normal? Zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in Joachim Meyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr. Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbys, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Glücklich ist er, wenn er auf den Schultern eines glockenschwingenden, riesenhaften Insassen übers Anstaltsgelände reitet.
Joachim Meyerhoff erzählt liebevoll und komisch von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort, die aneinander hängt, aber auseinandergerissen wird. Und von einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz zum 40. Geburtstag, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?
Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten produziert.
Pressestimmen
»Gleichermaßen spannend und lustig wie traurig und tiefgründig [...].« ― moz.de Published On: 2015-05-11
»Irrsinnig komisch und tief berührend sind Meyerhoffs autobiographisch inspirierte Kindheitserlebnisse.« ― Journal Published On: 2015-05-01
»Wer Joachim Meyerhoff liest, lacht Tränen und ist zugleich erschüttert.« ― Augsburger Allgemeine Published On: 2014-11-04
»Meyerhoffs Roman ist ein wunderbares Vaterbuch, zärtlich, komisch und am Ende untröstlich traurig.« -- Martin Halter ― FAZ Published On: 2013-08-16
»Dass Meyerhoff neben komischen und tragischen auch [...] traurige Geschichten zu erzählen hat, zeigt, dass es ihm nicht nur um Effekt, sondern auch um Wahrhaftigkeit geht.« ― Der Spiegel Published On: 2013-04-15
»Der großartige Schauspieler Joachim Meyerhoff ist auch ein großartiger Autor [...]. Sein Roman ist ebenso komisch, wie berührend. […] Ein kleines Meisterwerk!« ― stern Published On: 2013-04-04
»Joachim Meyerhoff besitzt eine geniale Doppelbegabung: In seinem neuen Roman schreibt er hemmungslos unterhaltsam von der Sorgloszeit der BRD, zugleich mit großem Ernst und Klarheit.« ― zeit.de Published On: 2013-02-14
»Durch seinen ironischen Plauderton und sein Talent für lustige Ausschmückungen gelingt es [Meyerhoff] immer wieder, seine letztlich gewöhnlichen Kindheitserlebnisse zur Operette umzuschreiben.« ― Süddeutsche Zeitung Published On: 2013-02-13
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, war vierzehn Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 2019 ist Joachim Meyerhoff Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.